Die Kvarner Inselwelt
Man kann sagen, dass die Inseln Krk, Cres, Losinj und Rab das Fremdenverkehrsangebot bereichern, zudem eine Reihe kleinerer Inseln, auf denen sich Klöster, Kirchen, Basiliken und kostbare sakrale und ethnographische Sammlungen befinden und wo die mediterrane Architektur vorherrscht. Sie warten auf den Besuch von Kunstliebhabern.
Die Natur hat die Kvarner Inseln reich bedacht mit schönen Stränden, versteckten Buchten und einem kristallklaren Meer. Hier kann man wahrlich die unmittelbare Berührung mit dem Meer erleben, sei es nun beim Baden und Tauchen oder beim Genuss der ausgezeichnet von Meeresfrüchten zubereiteten Speisen, denen Olivenöl, Lorbeerblatt, Basilikum und Salbei, die den so beliebten und unverkennbaren mediterranen Geschmack geben, zugegeben werden. Die Bewohner dieser Inselwelt haben von jeher zu schätzen gewusst, dass sie von der Natur so reich beschenkt wurden. Jetzt bietet sich auch den Besuchern diese Gelegenheit. Die Inseln sind heute durch eine Brücke (Krk), Flughäfen (Krk und Losinj) sowie Fährschiffen verbunden. Ein Inselbesuch ist ein wahres Erlebnis für die Yacht- und Segelsportler und für die Liebhaber der Unterwasserwelt und anderer Wassersportarten, die hier "ihre" Bucht gefunden haben oder in einem der zeitgemäß ausgestatteten Yachthäfen vor Anker gehen. Unterhaltungsabende mit Musik, Festivals und anderen Veranstaltungen sorgen für gute Stimmung.
Die Insel Krk wurde von jeher "Die goldene Insel" genannt. Der Zauber der Vergangenheit, der von der uralten Curicta, des römischen Curicuma (wovon der Name Krk abstammt) ausgeht, wird nach jedem Schritt offenbar, sei es nun beim Betrachten der Überbleibsel des römischen Fulfinium neben Omisalj oder im Tal Baska (Jurandvor), wo eines der ältesten Kulturdenkmäler aufgefunden wurde, das vom Beginn der Schreibkunst der Kroaten zeugt, die berühmte Bascansker Tafel, die in der alten kroatischen Schrift "Glagoliza" beschrieben ist, denn die Insel stellte in der Vergangenheit den Ausgangspunkt der glagolitischen Schreibkunst dar.Um nun aber die Insel richtig kennenzulernen, muss man der Stadt Krk, die schon seit den Römerzeiten das Inselzentrum darstellt, und ihrem gut erhaltenen Stadtkern einen Besuch abstatten. Oder man macht einen Abstecher in die schöne Ferienanlage Punat mit ihrer breiten Bucht, wo die kleine Insel Kosljun gelegen ist, die zusammen mit dem Kloster, der Benediktiner- und Franziskaner-Kirche, in der wertvolle Kirchen-, ethnographische und Gemäldesammlungen verwahrt werden, ein wahres Juwel darstellt. Man sollte auf keinen Fall die Insel verlassen, ohne die mittelalterlichen Städtchen Vrbnik und Dobrinj und die bekannten Ferienorte Malinska, Njivice, Silo usw. gesehen zu haben.
Zahlreiche Buchten, sonnige Strände und schattenspendende Kiefern- und Tannenwälder machen Cres zu einem außerordentlich interessanten Urlaubsort für all diejenigen, die sich nach einem Fleckchen unberührter Natur sehnen. In diesem wahrlichen Eko-Reservat können Sie erholsame Spaziergänge machen, Mountainbike fahren oder vielleicht begegnen Sie dem unter Naturschutz stehenden weißköpfigen Geier. Der Vransker Süßwassersee stellt ein wahres Naturwunder dar (der Seegrund befindet sich 61,5 Meter unter dem Meeresspiegel) und ist zudem auf der Insel die Hauptversorgungsstelle für Trinkwasser. Nicht zu vergessen auf Cres ist das antike Osor (Apsorus), einstmals der Hauptansiedlungsplatz beider Inseln und ein wichtiger Transithafen auf dem Wege von der Nord-Adria in Richtung Dalmatien. Hier befindet sich auch Valun; weiter das hoch auf einer Felswand aus Stein errichtete altertümliche Städtchen Lubenice, der Ferienort Martinscica und Punta Kriza, die von grünen Wäldern und dem blauen Meer umgeben sind.
Dank einer über die Meeresenge Cavanella führende Brücke ist Cres mit der Insel Losinj verbunden. Diese Stadt verspielter Schönheit kann sich einer langen Seefahrertradition rühmen. Die Städtchen Mali und Veli Losinj waren durch ihre Werften und ihre eigene Seeflotte seit jeher das Tor zur Welt. In Mali Losinj wurde schon im Jahre 1855 eine Seefahrtsschule eröffnet, und was die Losinjer Seefahrer angeht, haben diese mit ihren Segelschiffen alle Meere der Welt befahren. Die schattenspendenden Wälder, das milde Klima, die lauschigen Buchten und das kristallklare Meer haben im vergangenen Jahrhundert auch den Erzherzog Karl Stephan dazu veranlasst, in Veli Losinj eine stattliche Residenz zu errichten. Ebenso hat auch Franz Josef auf Cikat die Villa Karolina erbauen lassen. Dieses ganze Gebiet ist, was den Fremdenverkehr angeht, eines der attraktivsten auf der Insel. Die selten bewohnten kleinen Inseln dieses Archipels, die wunderschönen zerklüfteten Buchten mit ihrer fast unberührten Natur stellen ein wahres Paradies für diejenigen dar, die sich nach Ruhe und Einsamkeit sehnen.
Ilovik - die Insel der Blumen und hoher Eukalypten, Susak - die Sandinsel mit Weingärten und in Sand eingegrabenen Felder, Unije - Insel der Olivenhaine und üppigen Vegetation, und dann sind da noch Vele und Male Srkane.Die Insel Rab mit typischem Mittelmeerklima und geschützt von Meereswinden und den vom Velebit herkommenden Nordostwinden, ist eine Insel mit üppiger Mittelmeerflora und anderer exotischer Vegetation, wovon auch einer der schönsten Parks an der kroatischen Adria-Küste, der aus dem 19. Jahrhundert stammende Komrcar-Park, zeugt. Dies ist eine Insel mit wunderschönen Buchten, wie z. B. die Supetarska Draga, und schönen Stränden, z. B. San Marino bei Lopar, und mit zeitgenössischen touristischen Gebäuden und Nebeneinrichtungen.
Diese Insel und ihre reizende gleichnamige Stadt Rab mit ihrer Loge, dem Stadttor, den Kirchen, von denen besonders die romanische Kathedrale und die vier Glockentürme hervorzuheben sind, die sich mit Agaven, die plötzlich aus den Meeresklippen herausgewachsen sind, dem Himmel entgegenstrecken, werden ewig in Erinnerung bleiben. Auf Rab befinden sich noch das bekannte Kampor (mit Franziskaner-Kloster aus dem 15. Jahrhundert) sowie Barbat und Banjol.Text: "Kvarner - Küste, Inseln, Berge", Tourismusverband der Region Kvarner
Fotos: ferienhitz.info
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